Wie hat sich das Altmühltal über Millionen von Jahren geformt? Der Hörpunkt an Station 12 erzählt die spannende Geschichte der Landschaft – von urzeitlichen Meeresriffen bis zum heutigen Flusstal.
Die Altmühl ist 220 Kilometer lang und fließt von der Frankenhöhe, rund 50 Kilometer westlich von Nürnberg, bis nach Kelheim, wo sie in die Donau mündet. Ihr Name „Alcmona" taucht bereits im Mittelalter zur Zeit Karls des Großen auf. Der antike Geograf Ptolemaios, der im 2. Jahrhundert nach Christus lebte, führt den Namen auf das Keltische zurück – er soll „langsames Wasser" bedeuten.
Die Hänge des Altmühltals bestehen aus massiven Kalkfelsen und Dolomit aus dem Jura – Gesteine, die vor 180 bis 140 Millionen Jahren entstanden. Damals lag hier ein flaches, warmes Meer. Seine einstigen Riffe sind heute als Felsen sichtbar. Zahlreiche Fossilien erinnern noch heute daran.
Das Altmühltal wirkt an vielen Stellen sehr breit – viel breiter, als es die heutige Altmühl bräuchte. Der Grund: Bis vor etwa 600.000 Jahren floss hier die sogenannte Altmühldonau. Sie hat sich damals mehr als 100 Meter tief in die Kalkfelsen zwischen Dietfurt und Kelheim eingegraben und so das breite Tal geformt.
Vor etwa 200.000 Jahren verlagerte sich die Donau in der Eiszeit auf ihre heutige Strecke – durch die Weltenburger Enge, den sogenannten Donaudurchbruch. Die Altmühl fließt seither in einem Tal, das eigentlich für einen viel größeren Fluss gemacht wurde.
Das Altmühltal ist heute ein vielseitiger Naturpark mit:
93339 Riedenburg, Ortsteil Gundlfing