Rote Stahlbögen mitten in der Landschaft macht ein altes Grabhügelfeld aus der Eisenzeit sichtbar. Die Kunstinstallation zeigt, wo einst Menschen bestattet wurden.
Rote Stahlrohre formen geschwungene Bögen und markieren die Umrisse ehemaliger Grabhügel. Die höchsten Punkte der Bögen zeigen jeweils die Mitte eines Hügels an. Tafeln mit Symbolen und Schrift geben Hinweise auf Gegenstände, die den Toten einst mitgegeben wurden. So wird ein längst verschwundenes Gräberfeld wieder sichtbar.
Von 1986 bis 1991 wurde das Gräberfeld unterhalb von Schloss Eggersberg vollständig ausgegraben. Es stammt aus der Hallstattzeit, also aus dem 8. bis 6. Jahrhundert vor Christus. Die Fachleute fanden:
Die Verstorbenen wurden dort über einen Zeitraum von rund 200 Jahren bestattet.
Pferd und Wagen galten in der Eisenzeit als Zeichen von Ansehen. In mehreren Gräbern fanden sich Teile von Pferdegeschirr, in zwei Gräbern sogar Wagenteile – beides nur bei Männern. Aber auch Frauen wurden teils sehr reich bestattet. In Grab 57 lag eine Frau mit besonders wertvollen Beigaben: einer kunstvoll verzierten Schmucknadel sowie einem bronzenen Gürtelblech von 1,31 Metern Länge und 15 Zentimetern Breite.
Tipp: An dieser Station gibt es einen Hörpunkt sowie einen QR-Code – damit startest du mit Professor Leopold eine Virtual-Reality-Tour in die Eisenzeit!
Am Altmühltal-Radweg unterhalb der Brücke bei Eggersberg
93339 Riedenburg