Die Burgruine Tachenstein steht auf einem Höhenrücken nordwestlich von Riedenburg und ist die zweitälteste der drei Stadtburgen. Von den Mauerresten genießen Wanderer einen weiten Blick über das Altmühltal und die umliegende Burgenwelt.
Die Burgruine Tachenstein stammt vermutlich aus dem 12. oder 13. Jahrhundert und zählt damit zu den ältesten Burganlagen in Riedenburg. Über die genauen Erbauer ist wenig bekannt. Über Jahrhunderte hinweg nutzten die Wittelsbacher die Burg und die Stadt Riedenburg mehrfach als Pfand bei finanziellen Geschäften. Ab dem 15. Jahrhundert wechselte die Anlage häufig den Besitzer, wodurch sie zunehmend verfiel – bereits im 16. Jahrhundert wird Tachenstein in Urkunden als Ruine erwähnt.
Die Burgruine Tachenstein ist heute ein beliebtes Ziel für Wanderer im Altmühltal. Von den Mauerresten eröffnet sich ein weiter Panoramablick über das Tal. Besonders beeindruckend: In der Umgebung sind gleich drei weitere historische Burganlagen sichtbar – die Rosenburg mit ihrem Falkenhof, die Burgruine Rabenstein auf der gegenüberliegenden Talseite und in der Ferne die Burg Prunn.
Trotz des fortgeschrittenen Verfalls sind noch bedeutende Reste der mittelalterlichen Wehrarchitektur erhalten. Der etwa 10 Meter hohe Bergfried aus charakteristischen Buckelquadern – massiven, grob behauenen Steinblöcken mit gewölbter Oberfläche – dominiert die Ruine. Daneben sind Teile der Ringmauer, Fragmente des einstigen Halsgrabens (ein Verteidigungsgraben auf der Angriffsseite) sowie Reste eines Wohngebäudes zu erkennen.
Die Burgruine Tachenstein liegt am Drei-Burgen-Steig, einem 2,5 Kilometer langen Rundwanderweg durch die Riedenburger Burgenwelt. Der Weg verbindet die Burgruine Tachenstein, die Burgruine Rabenstein und die Rosenburg miteinander – so lassen sich alle drei historischen Anlagen an einem Tag erwandern.
93339 Riedenburg