"Neustadt erzählt": Norbert Hanke zu Gast in der Stadtbücherei Neustadt a. d. Donau.
Der 89-jährige Norbert Hanke erzählt aus der Perspektive eines Flüchtlings, der in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges mit seiner Familie aus Schlesien geflüchtet war und zusammen mit anderen in Eining einquartiert wurde, bei einer Bauersfamilie. Hanke hat den Einmarsch der Amerikaner erlebt, fand im Kartoffelkeller des Bürgermeisters Zuflucht vor dem Beschuss und erinnert sich noch gut, wie es war, als wieder Friede einkehrte in Eining. In dem Ort, in dem er schon Freundschaften geschlossen hatte, ein Dorf, das er zu seinem Bedauern nach drei Jahren wieder verlassen musste – der Vater, ein Ingenieur, fand Arbeit in Regensburg. Aber Hanke kehrte in den Schulferien zu Feuerwehrfesten und Fahnenweihen immer wieder nach Eining zurück, mit der Bauersfamilie, pflegte er eine Freundschaft und schöne Erinnerungen. Am Mittwoch, 11. Februar, ist Gelegenheit, mit ihm ins Gespräch zu kommen, der übrigens als Zeitzeuge mit einem Interview im Haus der Bayerischen Geschichte beteiligt ist. Der Eintritt in die Stadtbücherei Neustadt ist frei. Beginn ist um 18.30 Uhr.